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Kriechender Tausendfüßer

Tausendfüßer bekämpfen

Der Tausendfüßer ist ein faszinierender Helfer der Natur und lebt an feuchten, geschützten Orten wie unter Steinen oder Baumrinde. Obwohl er für den natürlichen Kreislauf unverzichtbar ist, kann er im Garten oder im Haus zu einer lästigen Plage werden und junge Pflanzen sowie Wurzeln schädigen. Bei Nematodenshop helfen wir dir, dieses Problem wirksam und zu 100 % biologisch mit seinem natürlichen Feind zu lösen: Nematoden.

Was ist ein Tausendfüßer?

Ein Tausendfüßer (wissenschaftlicher Name: Diplopoda) ist kein Insekt, sondern gehört zur Klasse der Doppelfüßer. Er ist an seinem langen, zylinderförmigen Körper und den zahlreichen Beinen zu erkennen.

  • Wie viele Beine hat ein Tausendfüßer? Trotz seines Namens hat ein Tausendfüßer natürlich keine tausend Beine. Je nach Art und Alter besitzt er durchschnittlich zwischen 80 und 400 Beine.
  • Anzahl der Beine: Das Besondere an Tausendfüßern ist, dass sie zwei Beinpaare pro Körpersegment haben. Das ist zugleich der größte Unterschied zum Hundertfüßer, der nur ein Beinpaar pro Körpersegment besitzt.
  • Verhalten: Tausendfüßer bewegen sich langsam in einer wellenförmigen Bewegung. Bei Gefahr rollen sich viele Arten zu einer Spirale zusammen, um sich zu schützen.
Kriechender Tausendfüßer

Sind Tausendfüßer giftig oder gefährlich?

Viele Menschen fragen sich, ob Tausendfüßer giftig sind. Die Antwort lautet: Nein. Für Menschen sind sie in der Regel nicht gefährlich. Sie beißen nicht und sind nicht lebensbedrohlich.

Einige größere Arten, wie der Afrikanische Riesentausendfüßer, können jedoch bei Bedrohung ein reizendes Sekret absondern. Dieses kann Hautverfärbungen verursachen oder die Augen reizen. Deshalb solltest du dir nach dem Kontakt mit einem Tausendfüßer immer gründlich die Hände waschen.

Wusstest du schon?
  • 🦕 Tausendfüßer gehören zu den ältesten Landtieren der Erde. Es wurden Fossilien entdeckt, die rund 428 Millionen Jahre alt sind. In der Urzeit lebten sogar Arten wie Arthropleura, die eine Länge von bis zu zwei Metern erreichten. Tausendfüßer sind also echte Überlebenskünstler, die schon lange vor den Dinosauriern auf der Erde lebten.
  • 👟 Der Name „Tausendfüßer“ ist eigentlich etwas übertrieben. Trotz ihres Namens besitzt keine Art tatsächlich tausend Beine. Die meisten Arten haben zwischen 80 und 400 Beine.
  • 🌀 Bei Gefahr rollen sich viele Tausendfüßer zu einer perfekten Spirale zusammen. Da sie weder schnell fliehen noch wie Hundertfüßer beißen können, schützt sie ihr harter Panzer vor Fressfeinden. Manche Arten sondern zusätzlich ein Sekret mit unangenehmem Geruch ab, um Räuber abzuschrecken.
  • 📈 Ein Tausendfüßer hat im Laufe seines Lebens immer mehr Beine. Wenn die Jungtiere aus dem Ei schlüpfen, besitzen sie meist nur drei Beinpaare. Mit jeder Häutung entstehen neue Körpersegmente und damit auch zusätzliche Beine.

Wo kommen Tausendfüßer vor und wie leben sie?

Der Tausendfüßer gehört zu den ältesten Landtieren der Erde. Fossilien belegen, dass es ihn bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren gibt. In dieser langen Zeit hat er sich auf nahezu der ganzen Welt verbreitet.

Natürlicher Lebensraum

In der Natur findest du Tausendfüßer in Gärten, Wäldern und Parks. Sie bevorzugen dunkle und feuchte Lebensräume, zum Beispiel:

  • unter Laubhaufen und auf dem Kompost
  • in verrottenden Baumstämmen oder unter Baumrinde
  • unter Steinen, Blumentöpfen und in der oberen Bodenschicht
  • in Gewächshäusern, wo Temperatur und Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen bieten

In Deutschland und den Niederlanden kommen vor allem kleinere Arten vor. In Ländern wie Thailand, Spanien, Griechenland und Frankreich sind dagegen häufig deutlich größere Tausendfüßer zu finden. Der größte Tausendfüßer der Welt, der Afrikanische Riesentausendfüßer, kann sogar die Größe einer kleinen Schlange erreichen.

Der Lebenszyklus des Tausendfüßers

Das Wachstum eines Tausendfüßers ist ein besonderer Prozess. Er wird nicht mit all seinen Beinen geboren, sondern entwickelt im Laufe seines Lebens immer weitere Körpersegmente und damit zusätzliche Beine.

  1. Eier: Nach der Paarung legt das Weibchen mehrere Dutzend bis mehrere Hundert Eier in ein selbst angelegtes Nest im feuchten Boden. Manche Arten verwenden dafür sogar ihren eigenen Kot, um eine schützende Hülle für die Eier zu bilden.
  2. Larve: Aus dem Ei schlüpft die Larve. Ein junger Tausendfüßer besitzt zu Beginn nur drei Beinpaare und wenige Körpersegmente.
  3. Häutung: Mit dem Wachstum häutet sich der Tausendfüßer mehrfach. Nach jeder Häutung entstehen neue Körpersegmente und damit auch weitere Beine. Deshalb haben ältere Tiere deutlich mehr Beine als junge.
  4. Ausgewachsener Tausendfüßer: Je nach Art kann ein Tausendfüßer fünf bis zehn Jahre alt werden. Unter optimalen Bedingungen wächst er kontinuierlich, bis er seine maximale Größe erreicht.

Schäden durch Tausendfüßer im Garten

In einem gesunden Garten ernähren sich Tausendfüßer hauptsächlich von abgestorbenem organischem Material wie Laub und morschem Holz. Wird ihre Population jedoch zu groß oder herrscht längere Trockenheit, können sie auch lebende Pflanzen anfressen.

Fraßschäden: Sie fressen an den feinen Wurzeln von Pflanzen, wodurch das Wachstum gehemmt wird.

Gemüsegarten: Besonders junge Keimlinge, Erdbeeren, Karotten und Kartoffeln werden häufig befallen.

Symptome: Typische Anzeichen sind geschädigte Wurzeln, kümmerliches Wachstum oder Pflanzen, die ohne erkennbaren Grund welken. Auch Tausendfüßer in Blumenerde können Zimmerpflanzen schwächen.

Tausendfüßer bekämpfen und einem Befall vorbeugen

Wenn Tausendfüßer im Haus, Garten oder Gemüsegarten zur Plage werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie wirksam zu bekämpfen und einem erneuten Befall vorzubeugen, ohne sofort zu chemischen Mitteln greifen zu müssen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Tausendfüßer

Feuchtigkeit reduzieren

  • Feuchtigkeit ist der wichtigste Faktor: Tausendfüßer vertragen Trockenheit nur schlecht. Sorge deshalb für eine gute Belüftung von Kriechkellern und Kellern. Im Garten solltest du die oberste Bodenschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen.
  • Aufräumen: Entferne Laubhaufen, überschüssigen Mulch und morsches Holz in der Nähe des Hauses. So nimmst du den Tausendfüßern sowohl ihren Unterschlupf als auch ihre Nahrungsquelle.
  • Barrieren schaffen: Verschließe Risse und Spalten im Bereich des Fundaments mit Dichtmasse oder feinmaschigem Gitter, damit Tausendfüßer nicht vom Garten ins Haus gelangen.

Tausendfüßer bekämpfen

  • Natürliche Feinde fördern: Vögel, Igel und Laufkäfer gehören zu den natürlichen Feinden der Tausendfüßer. Ein naturnaher Garten hilft dabei, die Population auf natürliche Weise im Gleichgewicht zu halten.
  • Von Hand absammeln: Entdeckst du einen Tausendfüßer im Haus, kannst du ihn einfach mit der Hand oder mit Handschuhen aufnehmen und draußen wieder aussetzen. Da sich Tausendfüßer langsam bewegen, gelingt das meist problemlos.
  • Feuchtigkeitsfallen: Da Tausendfüßer nachtaktiv sind, sammeln sie sich häufig unter feuchten Tüchern oder umgedrehten Holzkisten, die am Abend ausgelegt werden. Am nächsten Morgen kannst du die Tiere einsammeln und an einen anderen Ort bringen.
  • Biologische Bekämpfung mit Nematoden: Eine besonders wirksame und umweltfreundliche Methode für den Garten oder das Gewächshaus ist der Einsatz von Nematoden. Eine Kombination aus Steinernema feltiae und Steinernema carpocapsae sucht die Tausendfüßer aktiv im Boden auf und bekämpft sie auf natürliche Weise.
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    Tausendfüßer mit Nematoden bekämpfen

    Die wirksamste und zu 100 % biologische Methode zur Bekämpfung von Tausendfüßern ist der Einsatz ihrer natürlichen Feinde: Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer dringen im Boden in die Tausendfüßer ein und bekämpfen sie innerhalb weniger Tage mithilfe natürlicher symbiotischer Bakterien.

    Die Anwendung ist sicher für den Gemüsegarten sowie für Kinder und Haustiere. Nützliche Insekten wie Bienen werden dabei nicht beeinträchtigt.

    Häufig gestellte Fragen zu Tausendfüßern

    Was ist ein Tausendfüßer?

    Ein Tausendfüßer ist ein langgestrecktes Bodentier, das zur Klasse der Doppelfüßer gehört. Er lebt hauptsächlich in feuchten Lebensräumen und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem er abgestorbenes organisches Material zersetzt.

    Wie viele Beine hat ein Tausendfüßer?

    Trotz seines Namens besitzt ein Tausendfüßer je nach Art und Alter in der Regel zwischen 30 und 400 Beine. Mit jeder Häutung entstehen neue Körpersegmente und damit auch zusätzliche Beine.

    Was ist der Unterschied zwischen einem Hundertfüßer und einem Tausendfüßer?

    Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass ein Tausendfüßer zwei Beinpaare pro Körpersegment besitzt, während ein Hundertfüßer nur ein Beinpaar pro Segment hat. Außerdem ist der Tausendfüßer ein langsam kriechendes Tier, das sich überwiegend von abgestorbenem Pflanzenmaterial ernährt, während der Hundertfüßer ein schneller Räuber mit einem flachen Körper ist.

    Sind Tausendfüßer gefährlich und können sie beißen?

    Nein. Tausendfüßer sind für Menschen nicht gefährlich und können weder beißen noch stechen. Bei Gefahr rollen sie sich meist zu einer Spirale zusammen, um sich zu schützen.

    Sind Tausendfüßer giftig?

    Nein. Für Menschen sind Tausendfüßer nicht giftig. Einige Arten können bei Bedrohung jedoch ein reizendes Sekret mit unangenehmem Geruch absondern, das leichte Hautreizungen verursachen kann.

    Ich habe einen Tausendfüßer im Haus. Was kann ich tun?

    Tausendfüßer gelangen häufig ins Haus, weil sie nach Feuchtigkeit oder einem geschützten Unterschlupf suchen. Du kannst sie wirksam fernhalten, indem du die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften reduzierst und Risse sowie Spalten an Fenstern, Türen und im Fundament abdichtest.

    Welche Schäden verursachen Tausendfüßer im Garten?

    Normalerweise sind Tausendfüßer nützliche Bodenbewohner. Bei einer sehr großen Population können sie jedoch Wurzelspitzen und junge Keimlinge anfressen. Betroffen sind vor allem Gemüsegärten mit Kulturen wie Roter Bete, Erdbeeren und Kartoffeln, wenn natürliche Nahrungsquellen knapp werden.