Insekten sind die vielfältigste Tiergruppe der Erde und werden in verschiedene Ordnungen unterteilt. Hier sind die sechs häufigsten Insektenordnungen und ihre Merkmale:
- Käfer (Coleoptera)
Die größte Insektenordnung mit über 350.000 bekannten Arten weltweit und über 4.000 Arten in der Benelux. Käfer erkennt man leicht an ihren harten, schützenden Vorderflügeln (Elytren). Sowohl Käfer als auch ihre Larven (z. B. Engerlinge) besitzen kauende Mundwerkzeuge. Sie bewohnen vielfältige Lebensräume und haben sehr unterschiedliche Ernährungsweisen. - Schmetterlinge und Motten (Lepidoptera)
Diese Ordnung umfasst rund 180.000 Arten, davon etwa 2.500 in der Benelux. Ihre Flügel sind mit winzigen Schuppen bedeckt. Bekannt sind sie für ihre vollständige Metamorphose von der Raupe zum Falter. Viele Arten spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung. - Fliegen und Mücken (Diptera)
Charakteristisch ist das Fehlen des zweiten Flügelpaars – es ist zu kleinen, schwingenden Halteren (Schwingkölbchen) reduziert, die der Balance dienen. Es sind über 100.000 Arten bekannt, rund 5.000 davon in der Benelux. Sie erfüllen viele Funktionen: von Bestäubern bis hin zu Krankheitsüberträgern. - Bienen, Wespen und Ameisen (Hymenoptera)
Auch als Hautflügler bekannt, mit etwa 150.000 Arten, davon rund 10.000 in Europa. Viele Arten leben sozial, wie Honigbienen und Ameisen. Diese Ordnung ist zentral für die Bestäubung und biologische Schädlingsbekämpfung. - Wanzen (Hemiptera)
Umfasst etwa 80.000 Arten, darunter Blattläuse, Zikaden und Wanzen. Sie besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge, mit denen sie Pflanzensäfte (oder bei manchen Arten Blut) aufnehmen. In der Benelux gibt es etwa 100 Wanzenarten. - Heuschrecken und Grillen (Orthoptera)
Diese Ordnung zählt rund 24.000 Arten. Typisch sind ihre kräftigen Sprungbeine und oft auch ihre Zirpgeräusche, die zur Kommunikation genutzt werden. Sie ernähren sich meist pflanzlich und sind wichtige Beute für viele andere Tiere.
Insgesamt gibt es etwa 30 Insektenordnungen, jede mit einzigartigen Merkmalen. Diese systematische Einteilung hilft Biolog:innen, Insekten besser zu verstehen, zu klassifizieren und ihre Rolle im Ökosystem zu erforschen – sei es in der Bestäubung, im Nährstoffkreislauf oder bei der Regulierung von Schädlingspopulationen.



