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Rüsselkäfer gehören zur größten Käferfamilie im Tierreich, mit weltweit über 60.000 beschriebenen Arten. Viele dieser Käfer ernähren sich von Blättern, während sich ihre Larven im Boden von den Wurzeln von Pflanzen und Nutzpflanzen ernähren. In Deutschland sind etwa 800 Arten aktiv, von denen einige erhebliche Schäden in Gärten und Baumschulen verursachen. Die bekannteste Art ist der Gefurchte Dickmaulrüssler.

Wie erkennt man einen Rüsselkäfer?

Rüsselkäfer sind leicht an ihrem verlängerten Kopf in Form eines Rüssels zu erkennen, an dessen Ende sich kleine beißende Mundwerkzeuge befinden. Etwa in der Mitte des Rüssels sitzen geknickte Fühler mit einem verdickten, keulenförmigen Ende – typisch für Rüsselkäfer. Ihr Körper ist oval und länglich, meist dunkelbraun bis schwarz gefärbt, teils mit hellen Flecken oder einer feinen Behaarung. Der harte, oft gerillte Halsschild schützt den Hinterleib. Viele Arten besitzen keine funktionstüchtigen Flügel und bewegen sich ausschließlich krabbelnd fort.

Schäden durch Rüsselkäfer

Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer verursachen Schäden. Erwachsene Käfer fressen halbmondförmige Stücke aus Blättern – ein typisches Fraßbild des Gefurchten Dickmaulrüsslers. Die Larven leben im Boden und fressen an den Wurzeln, was zu welkenden oder absterbenden Pflanzen führt.

Nematoden gegen Dickmaulrüssler

Der Dickmaulrüssler (und seine Larven) kann eine große Plage für die Pflanzen in deinem Garten sein.

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Bekannte Rüsselkäfer-Arten

1. Gefurchter Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus)
Der bekannteste Rüsselkäfer, gilt als die häufigste Schädling in Baumschulen. Sowohl die Käfer als auch die Larven verursachen Schäden.

  • Aussehen: 8–12 mm lang, dunkelbraun bis schwarz mit helleren Flecken auf dem Rücken, gerillter Halsschild.
  • Erkennung: Flügellos – kann nicht fliegen. Frisst typische halbmondförmige Bissspuren an Blatträndern.
  • Schaden: Die Larven fressen an den Wurzeln, die Käfer an den Blättern von Taxus, Hortensien, Rhododendren und Erdbeeren.

2. Kornkäfer, Maiskäfer, Reiskäfer (Sitophilus-Arten)
Diese Vorratsschädlinge treten häufig in Lagerräumen auf. Durch Erhitzen oder Einfrieren lässt sich ein Befall eindämmen, da sie temperaturempfindlich sind.

  • Aussehen: 2–4 mm lang, braun bis schwarz mit kurzer, auffälliger Schnauze. Die drei Arten ähneln sich stark.
  • Erkennung: Kleine Käfer, die Getreidekörner von innen aushöhlen. Meist erst nach dem Schaden sichtbar.
  • Schaden: Larven entwickeln sich im Inneren von Getreide-, Reis- oder Maiskörnern und fressen diese komplett auf. Eine einzelne Käferin kann sich mehrfach vermehren, besonders bei Temperaturen über 23 °C.

3. Haselnussbohrer (Curculio nucum)
Diese Art ist bekannt für ihre lange, gebogene Schnauze und die Vorliebe für Haselnussbäume. Sie verursacht vor allem Schäden in Obstplantagen.

  • Aussehen: 6–8 mm lang, brauner Körper mit markant langem, gebogenem Rüssel bei den Weibchen.
  • Erkennung: Weibchen bohren mit ihrem Rüssel Löcher in unreife Haselnüsse und legen dort ihre Eier ab.
  • Schaden: Die Larven entwickeln sich im Inneren der Nuss und fressen diese vollständig aus. Die Nüsse fallen vorzeitig vom Baum und sind meist unbrauchbar.

Rüsselkäfer im Haus

Rüsselkäfer können auch ins Haus gelangen. Sie klettern mühelos an Außenwänden hoch – sogar bis in obere Stockwerke. Drinnen legen sie ihre Eier gern in die Blumenerde von Zimmerpflanzen. Da es im Haus keine Winterruhe gibt, entwickeln sich die Larven deutlich schneller. So kann es passieren, dass bereits im Winter ausgewachsene Käfer in der Wohnung auftreten.

Wusstest du schon?
  • 🪲 Es weltweit rund 97.000 verschiedene Käferarten gibt?
  • 🥚 Ein weiblicher Rüsselkäfer bis zu 250 Eier legen kann?
  • 🪽 Der Gefurchte Dickmaulrüssler, die bekannteste Art, überhaupt nicht fliegen kann?
  • 👃🏻 Das Männchen einen deutlich kürzeren Rüssel hat als das Weibchen?

Rüsselkäfer biologisch bekämpfen

Die effektivste und umweltfreundlichste Methode zur Bekämpfung von Rüsselkäfern ist der Einsatz von Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Organismen dringen in die Larven im Boden ein und töten sie mithilfe einer Bakterie. In den toten Larven vermehren sich die Nematoden und begeben sich anschließend auf die Suche nach weiteren Wirtslarven. Diese Methode ist sicher für Mensch, Tier und das Bodenleben – ideal für den Einsatz im naturnahen Garten.

Häufig gestellte Fragen zum Rüsselkäfer

Was ist ein Rüsselkäfer genau?

Ein Rüsselkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Curculionidae, erkennbar an seinem verlängerten „Rüssel“ mit kauenden Mundwerkzeugen. Weltweit gibt es über 60.000 Arten, von denen einige Pflanzen oder gelagerte Lebensmittel schädigen können.

Woran erkenne ich Schäden durch Rüsselkäfer?

Ausgewachsene Rüsselkäfer fressen halbmondförmige Stücke aus Blatträndern, während die Larven unterirdisch an Wurzeln nagen. Das führt zu welken oder absterbenden Pflanzen. In Innenräumen können sie auch Schäden an Topfpflanzen verursachen.

Können Rüsselkäfer fliegen?

Nicht alle. Einige Arten wie der Gefurchte Dickmaulrüssler haben keine funktionalen Flügel und bewegen sich zu Fuß fort. Andere Arten können durchaus fliegen – das hängt von der Art ab.

Wie werde ich Rüsselkäfer los?

Die wirksamste biologische Methode ist der Einsatz von Nematoden. Diese parasitieren die Larven im Boden und töten sie ab, ohne anderen Tieren oder Pflanzen zu schaden.

Sind Rüsselkäfer gefährlich für Menschen oder Haustiere?

Nein, Rüsselkäfer sind harmlos. Sie beißen nicht und verursachen keine Schäden außerhalb von Pflanzen oder Vorräten. Sie können jedoch lästig sein, wenn sie im Haus Eier in Blumentöpfe legen.