Sobald es draußen wärmer wird und die Natur erwacht, zeigt sich auch der Maikäfer wieder. Dieser Käfer wirkt zwar harmlos, kann im Garten jedoch erheblichen Schaden anrichten. Lies hier, was der Maikäfer genau ist, warum er problematisch sein kann und wie du ihn auf natürliche Weise bekämpfen kannst.
Was ist der Maikäfer?
Der Maikäfer, wissenschaftlich bekannt als Melolontha melolontha, ist eine Käferart, die vor allem im Frühjahr (April bis Mai) aktiv ist. Er gehört zur Familie der Blatthornkäfer und wird etwa 2 bis 3 Zentimeter lang. Man erkennt ihn an seinem kräftigen, ovalen Körper, den rotbraunen Deckflügeln und den auffälligen, fächerförmigen Fühlern.
Während sich der ausgewachsene Maikäfer hauptsächlich von den Blättern von Bäumen und Pflanzen ernährt, stellen vor allem die Larven (besser bekannt als Engerlinge) ein großes Problem im Garten dar. Sie leben drei bis vier Jahre unter der Erde und fressen die Wurzeln von Gräsern und Pflanzen, was zu erheblichen Schäden an Rasenflächen und Beeten führen kann.

Lebenszyklus des Maikäfers
Ab Mai (daher auch der Name ‚Maikäfer‘) kommen die ausgewachsenen Käfer aus dem Boden und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Etwa zwei Wochen später werden die Weibchen geschlechtsreif und die Paarungszeit beginnt. Die Männchen suchen aktiv nach Weibchen und nutzen dabei ihre auffälligen, fächerförmigen Fühler, um sie aufzuspüren.
Nach der Paarung legt das Weibchen ihre Eier in den Boden ab. Sobald dies geschehen ist, frisst sie erneut, was wiederum neue Männchen anlockt. Dieser Zyklus wiederholt sich meist etwa drei Mal in ihrem kurzen Leben – danach stirbt das Weibchen.
Nach 4 bis 6 Wochen schlüpfen die Larven (die sogenannten Engerlinge) und beginnen ihre Entwicklung. Sie durchlaufen drei Larvenstadien und bleiben insgesamt drei bis vier Jahre unter der Erde. Nach der Larvenzeit verpuppen sie sich und schließlich schlüpft der ausgewachsene Maikäfer, womit der Lebenszyklus von vorn beginnt.
Biologische Bekämpfung des Maikäfers
Obwohl ausgewachsene Maikäfer gelegentlich für Unannehmlichkeiten sorgen, richten vor allem die Larven (Engerlinge) den größten Schaden an. Diese leben im Boden und ernähren sich von den Wurzeln von Gräsern und Pflanzen, was zu kahlen Stellen im Rasen und Schäden im Garten führen kann. Engerlinge überwintern im Boden und durchlaufen einen Lebenszyklus von drei bis fünf Jahren. In dieser Zeit können sie über mehrere Jahre hinweg immer wieder neue Schäden verursachen – noch bevor sie sich überhaupt zum Käfer entwickeln.
Die effektivste und zugleich natürlichste Methode, um Engerlinge zu bekämpfen, ist der Einsatz von Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Helfer dringen in die Larven ein und töten sie von innen – ohne andere Pflanzen oder Tiere zu schädigen. Eine umweltfreundliche Lösung, die ideal in einen naturnahen Garten passt.
Probleme mit kahlen Stellen in deinem Rasen? Höchstwahrscheinlich sind Engerlinge die Übeltäter.
Mehr lesenPerfekt für größere Flächen! Dein Verbündeter für die Ausbringung von Nematoden.
Mehr lesenWie kann man Belästigungen durch erwachsene Maikäfer verhindern?
Der erwachsene Maikäfer lebt nur wenige Wochen. In manchen Jahren treten sie massenhaft auf, während sie in anderen Jahren kaum zu sehen sind. Dieser Unterschied ist auf den mehrjährigen Entwicklungszyklus der Larven zurückzuführen. Der Begriff „Maikäferjahr“ bezieht sich daher auf Jahre, in denen besonders viele Maikäfer gleichzeitig erscheinen.
Möchtest du Maikäfer in deinem Garten oder rund ums Haus fernhalten? Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du bereits viel erreichen:
- Lichtquellen reduzieren: Vermeide möglichst helles Außenlicht, insbesondere in der Nähe von Türen und Fenstern. Maikäfer werden stark vom Licht angezogen – durch Reduzierung der Beleuchtung verringerst du die Chance, dass sie in deinen Garten gelangen.
- Barrieren schaffen: Bringe Fliegengitter an Fenstern und Türen an, um zu verhindern, dass Maikäfer ins Haus fliegen.
- Natürliche Feinde fördern: Vögel und Igel fressen gerne Maikäfer. Wenn du deinen Garten für diese Tiere attraktiv gestaltest, unterstützt du die Natur und hilfst dabei, die Anzahl der Käfer unter Kontrolle zu halten.
Indem du sowohl die Larven bekämpfst als auch erwachsene Käfer fernhältst, schützt du deinen Garten auf natürliche und effektive Weise vor Schäden.
Häufig gestellte Fragen zum Maikäfer
Da sich viele Larven gleichzeitig entwickeln und im selben Jahr schlüpfen, kann es alle paar Jahre zu einer regelrechten Maikäfer-Plage kommen. Ein solches Jahr wird dann als Maikäferjahr bezeichnet. In den Zwischenjahren sind oft deutlich weniger Käfer zu sehen.
Der Gemeine Maikäfer (Melolontha melolontha) fliegt normalerweise abends und wird vom Licht angezogen.
Behandle den Boden mindestens zwei Jahre in Folge (im Frühjahr und Sommer oder im Herbst) mit Nematoden. Maikäferlarven befinden sich oft tief und verteilt im Boden, weshalb eine einmalige Behandlung in der Regel nicht ausreicht.
Wenn der Maikäfer im Frühjahr aus dem Boden kommt und davonfliegt, hat er den größten Teil seines Lebens bereits hinter sich. Er hat dann drei bis vier Jahre als Larve unter der Erde gelebt. Als ausgewachsener Käfer lebt er nur noch vier bis sechs Wochen.
Fledermäuse gehören zu den natürlichen Feinden des Maikäfers, aber auch Meisen, Krähen und Frösche fressen die erwachsenen Käfer.
Sobald sich Männchen und Weibchen gefunden haben, verbinden sie ihre Hinterleibsspitzen zur Paarung. Das Männchen lässt sich dabei auf den Rücken fallen, woraufhin das Weibchen ihn ein Stück weit hinter sich herzieht – bis die Paarung beendet ist.
Beim Maikäfer erkennt man am Hinterleib unter den Flügeldecken eine Reihe schwarz-weißer, dreieckiger Flecken. Beim Junikäfer hingegen sind diese Flecken grau.



