Seit 1987 ist die Eichenprozessionsspinner-Raupe jedes Jahr in den Niederlanden zu finden. Von Mai bis Juli begibt sie sich auf die Suche nach neuen Blättern an Eichenbäumen und tut dies gemeinsam in Gruppen, ähnlich einer Prozession. Daher wird sie auch Eichenprozessionsspinner genannt. Die Raupe durchläuft in ihrem Leben mehrere Stadien. In jedem Stadium sieht sie anders aus – hier erfährst du mehr darüber.
Die Eichenprozessionsspinner-Raupe
Wenn die Eier schlüpfen, sind die Raupen zunächst orange gefärbt. Später werden sie graugrün mit einem hellen Streifen an den Seiten. Sie befinden sich oft in Gruppen an den Enden der Äste. In jeder Entwicklungsstufe hat die Raupe lange, auffällige Haare, die bis zu 10 Millimeter lang werden können. Diese Haare sollte man nicht mit den gefährlichen Brennhaaren verwechseln. Die Brennhaare sind nur 1 bis 3 Millimeter lang und verursachen Hautreizungen. Je älter die Raupe, desto mehr Brennhaare besitzt sie.
Die Eichenprozessionsspinner-Raupe ist nachtaktiv und macht sich auf die Suche nach neuen Blättern an der Eiche. Sie bewegt sich in einer Art Prozession fort. Während der Suche hinterlässt sie eine dicke Seidenspur, die an den Ästen und am Stamm des Baumes haftet – ein deutliches Zeichen für ihre Anwesenheit.
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Die Verwandlung zur Nachtfalter
Nach einiger Zeit verpuppt sich die Eichenprozessionsspinner-Raupe und wird zu einem Nachtfalter. Dies geschieht meist zwischen Ende Juli und Anfang Oktober. Die Falter sind unscheinbar, mit weißgrauen Hinterflügeln und dunkelgrauen Linien auf den Vorderflügeln. Auch sie können noch Brennhaare auf ihrem Körper haben, wenn auch in deutlich geringerer Menge als die Raupen. Die Lebensdauer der Falter beträgt nur wenige Tage. In dieser kurzen Zeit legen die Weibchen bis zu 10 Kilometer zurück, um Eier abzulegen – meist in der Nähe des Ortes, an dem sie geschlüpft sind.
Eipakete
Die Weibchen legen ihre Eier in sogenannten Eipaketen ab. Jedes Paket enthält zwischen 30 und 300 Eier. Sie befinden sich meist an ein- oder zweijährigen Ästen und sind durch eine schützende Schicht aus Sekret, Schuppen und Haaren des Weibchens gut für den Winter isoliert. Die Eipakete sind kaum sichtbar, können aber bei genauem Hinsehen mit bloßem Auge erkannt werden. Alle Eier eines Pakets schlüpfen gleichzeitig, womit der Lebenszyklus erneut beginnt.
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners
Die Eichenprozessionsspinner-Raupe kann mit Hilfe von Nematoden (Fadenwürmern) bekämpft werden. Dies sollte im April geschehen, da die Raupen zu diesem Zeitpunkt noch keine Brennhaare besitzen und die Bekämpfung effektiver ist. Nematoden sind empfindlich gegenüber Sonnenlicht, daher sollten sie am Abend ausgebracht werden, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Durch den Einsatz von Nematoden können bis zu 90 % der Raupen eliminiert werden.
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