Schneckenkörner werden jahrelang als Mittel gegen Schnecken im Garten eingesetzt. Sie enthalten oft Chemikalien wie Metaldehyd oder Eisenphosphat, die Schnecken durch Austrocknung töten. Obwohl sie auf den ersten Blick wirksam erscheinen, haben sie erhebliche Nachteile. Es ist höchste Zeit, Nein zu Schneckenkörnern zu sagen!
Die Nachteile von Schneckenkörnern
- Gefahr für (Haus-)Tiere
Metaldehyd ist giftig für Haustiere, Vögel, Igel und andere nützliche Tiere im Garten. Besonders Hunde sind gefährdet, wenn sie die Körner oder vergiftete Schnecken fressen. Schneckenkörner mit Eisenphosphat gelten als sicherer, können aber in großen Mengen dennoch schädlich für Wasserlebewesen und andere Insekten sein. - Schlecht für das Ökosystem
Schnecken sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Igel und Amphibien. Schneckenkörner wirken nicht nur gegen Nacktschnecken, sondern können das natürliche Gleichgewicht stören. Zudem kann der Abbau der Körner die Bodenqualität negativ beeinflussen. - Keine nachhaltige Lösung
Schneckenkörner töten nur die oberirdischen Schnecken, bekämpfen aber nicht die Ursache eines Befalls. Da 95 % der Schnecken unter der Erde leben, setzt sich das Problem fort. Neue Schnecken wandern nach, sodass eine langfristige Lösung ausbleibt. - In einigen Ländern verboten
Metaldehyd-Körner sind in vielen Ländern aufgrund ihrer umweltschädlichen Wirkung verboten. In der Europäischen Union ist Metaldehyd seit 2020 für den privaten Gebrauch nicht mehr zugelassen, da es Bodenorganismen schädigt, Wasser verunreinigt und eine Gefahr für Wildtiere darstellt.
Die nachhaltige Alternative zu Schneckenkörnern: Nematoden!
Zum Glück musst du keine Schneckenkörner verwenden, um deine Schneckenplage loszuwerden. Die umweltfreundliche Methode zur Schneckenbekämpfung, ohne das Ökosystem zu stören, sind Nematoden.
Wie wirken Nematoden gegen Schnecken?
Nematoden (Phasmarhabditis californica) sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die Schnecken auf natürliche Weise bekämpfen. Sie dringen über die Atemöffnung in die Schnecke ein und setzen Bakterien frei, die die Schnecke töten. Innerhalb weniger Tage hört die Schnecke auf zu fressen und stirbt kurz darauf. Die Nematoden vermehren sich in der Schnecke und suchen anschließend nach neuen Wirten.
Warum Nematoden die beste Wahl sind:
- 100 % natürlich: Sicher für Haustiere, Vögel und andere nützliche Tiere.
- Nachhaltig: Bekämpft die Schneckenplage direkt an der Wurzel – genau so, wie es die Natur vorgesehen hat.
- Einfach anzuwenden: Nematoden mit Wasser mischen und über die befallene Erde gießen.
- Langfristig wirksam: Nematoden bleiben aktiv, solange genügend Schnecken als Wirte vorhanden sind – für ein natürliches Gleichgewicht im Ökosystem.
Noch mehr nachhaltige Möglichkeiten zur Schneckenbekämpfung? Hier erfährst du, wie du Nacktschnecken umweltfreundlich loswirst.



