Jeder Pflanzenbesitzer hat irgendwann mit gelben Blättern zu tun. Es sieht zwar nicht schön aus, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden. Was verursacht eigentlich diese gelben Blätter und sollte man sich Sorgen machen, wenn eine Pflanze plötzlich gelbe Blätter bekommt? In diesem Blog erklären wir, warum gelbe Blätter auftreten und geben dir einige Tipps, wie du deine Pflanze wieder gesund machen kannst.
Natürlicher Zyklus
Wenn eines der ältesten Blätter deiner Pflanze gelb wird und scheinbar abstirbt, keine Panik! Das gehört zum natürlichen Lebenszyklus einer Pflanze. Da die Pflanze keine Energie mehr in dieses alte, kleine Blatt investieren muss, kann sie sich auf neues Wachstum konzentrieren. Wenn dir das gelbe Blatt nicht gefällt, kannst du es abschneiden. Achte dabei darauf, dass du eine saubere, scharfe Schere benutzt.
Ziehen mehrere Blätter gelb oder werden neue Blätter gelb? Dann könnte mehr dahinter stecken…
Zugluft oder trockene Luft
Ein weiterer Grund für gelbe Blätter ist, dass deine Pflanze in Zugluft steht oder zu nah an der Heizung platziert ist. Wenn deine Pflanze in Zugluft steht, schwankt die Temperatur und das mögen Pflanzen nicht. Auch ein Platz direkt an der Heizung ist nicht ideal, da die Heizung trockene Luft abstrahlt, wodurch die Blätter deiner Pflanze austrocknen und gelb werden.
Zu wenig Wasser für deine Pflanze
Gelbe Blätter können auch durch Wassermangel entstehen. Die Wurzeln vertrocknen und die Blätter verlieren langsam ihre Farbe. Möchtest du überprüfen, ob deine Pflanze Wasser braucht? Stecke deinen Finger etwa bis zum ersten Glied in die Blumenerde. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, ist es höchste Zeit, deine Pflanze zu gießen! Gib dabei nicht sofort zu viel Wasser, sondern gieße in kleinen Mengen. Wenn du zu viel Wasser gibst, können die Wurzeln es nicht aufnehmen und es entsteht Wurzelfäule.
Zu viel Wasser für deine Pflanze
Ein häufiger Grund für gelbe Blätter ist ein Übermaß an Wasser. Viele Pflanzenbesitzer möchten nicht, dass ihren Pflanzen etwas fehlt, und gießen daher zu viel. Leider ist das schädlich für Pflanzen.
Aber warum ist zu viel Wasser so schädlich? Zunächst einmal verursacht ein Überschuss an Wasser Wurzelfäule. Wurzelfäule entsteht durch einen Mangel an Sauerstoff im Boden. Die Wurzeln von Pflanzen benötigen Sauerstoff. Wenn du jedoch zu viel Wasser gibst, nimmt der Boden das Wasser auf und kann keine Sauerstoff mehr an die Wurzeln der Pflanze abgeben. Durch den Überschuss an Wasser bekommen die Wurzeln keinen Sauerstoff mehr, und es entsteht Wurzelfäule.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Wasserüberschuss zu erkennen:
- Nimm den Innentopf aus dem Übertopf. Steht Wasser im Übertopf? Dann hat deine Pflanze zu viel Wasser bekommen.
- Stecke ein paar Tage nach dem Gießen deinen Finger in die Blumenerde. Fühlt sich die Erde nass an? Dann hat deine Pflanze zu viel Wasser bekommen.
Verhindern von nasser Blumenerde
Es ist besser, vorzubeugen, als zu heilen. Um einen Wasserüberschuss zu vermeiden, solltest du sicherstellen, dass überschüssiges Wasser immer abfließen kann. Daher empfehlen wir, immer Innentöpfe zu verwenden. Diese Töpfe haben Löcher, durch die das Wasser leicht abfließen kann. Wenn du eine Pflanze direkt in einen Ziertopf stellst, bleibt das Wasser im Topf stehen, und die Wahrscheinlichkeit von Wurzelfäule steigt.
Eine andere Möglichkeit, den Wurzeln mehr Sauerstoff zu geben, besteht darin, die Blumenerde luftiger zu machen. Du kannst dies beispielsweise erreichen, indem du Perlit in die Erde mischst. Dadurch entwickeln sich die Wurzeln besser und deine Pflanze wächst gesünder.
Was kannst du tun, wenn du einer Pflanze zu viel Wasser gegeben hast?
Aber was, wenn die Blumenerde durchnässt ist, die Wurzeln der Pflanze bereits durch Wurzelfäule beschädigt sind und es so aussieht, als würde deine Pflanze sterben? Glücklicherweise gibt es noch verschiedene Dinge, die du versuchen kannst, um deine Pflanze zu retten.
Pflanze umtopfen
Um eine Pflanze, die zu viel Wasser erhalten hat, zu retten, kannst du sie in frische, trockene Blumenerde umtopfen. Entferne die nasse Erde von den Wurzeln, schneide die faulen Wurzeln ab und setze die Pflanze in frische Erde. Achte dann darauf, dass du nicht wieder zu viel Wasser gibst.
Wenn die Erde zu lange nass bleibt, könnte es darauf hinweisen, dass die Pflanze in einem zu großen Innentopf sitzt. In diesem Fall ist es ratsam, die Pflanze in einen kleineren Topf umzutopfen.
Hydroponik
Setze deine Pflanze in eine Vase mit Wasser. Dies wird auch Hydroponik genannt. Das mag seltsam erscheinen, da Wurzelfäule doch durch einen Wasserüberschuss verursacht wird, aber das ist hier nicht der Fall. Wurzelfäule entsteht durch einen Sauerstoffmangel, während Wasser Sauerstoff enthält.
Hat deine Pflanze also Wurzelfäule? Dann kannst du sie mit den Wurzeln ins Wasser stellen. Ersetze das Wasser mindestens einmal pro Woche, um den Sauerstoffgehalt im Wasser aufrechtzuerhalten. Füge auch ab und zu einen Tropfen Pflanzendünger hinzu, denn Wasser enthält keine Nährstoffe.
Ein weiterer Vorteil der Hydroponik ist, dass viele Probleme mit Blumenerde vermieden werden. Du kannst nicht mehr zu viel gießen, und deine Pflanze ist weniger anfällig für Schädlinge. Beachte jedoch, dass einige Pflanzenarten, wie Kakteen und Sukkulenten, es nicht mögen, mit ihren Wurzeln im Wasser zu stehen. Pflanzen, die gut in Wasser gedeihen, sind Alocasia zebrina, Graspflanzen und Monstera deliciosa. Informiere dich vor dem Setzen einer Pflanze ins Wasser, welche Pflanzenarten Hydroponie vertragen, um zu vermeiden, dass deine Pflanze noch mehr gelbe Blätter bekommt.
Schädlinge durch zu viel Wasser
Zuletzt können Schädlinge auch eine Ursache für gelbe Blätter sein. So schädigt die Larve der Trauermücke die Wurzeln deiner Pflanze, wodurch die Blätter gelb werden und allmählich absterben. Die Trauermücke tritt oft gemeinsam mit einem Wasserüberschuss auf. Ein feuchter Boden ist nämlich der ideale Lebensraum für die Trauermücke. Vermeide also immer, dass der Boden zu nass wird. Sollte deine Pflanze dennoch von der Trauermücke befallen sein, kannst du Nematoden und Fangplatten einsetzen, um den Befall zu bekämpfen.
Nematoden und Fangplatten gegen Trauermücken
Trauermücken sind kleine, schwarze Fliegen, die deinen grünen Freunden das Leben schwer machen. Die Fliegen mögen harmlos erscheinen, doch das ist nicht der Fall. Die Larven der Trauermücken beschädigen nämlich die Wurzeln deiner Pflanze. Zum Glück kannst du die Trauermücke leicht mit den Nematoden Steinernema feltiae und Fangplatten bekämpfen. Mit den Nematoden bekämpfst du die Larven der Trauermücke, und mit den Fangplatten gibst du der erwachsenen Population keine Chance. Bestelle deine Nematoden direkt und bekämpfe den Befall auf 100% biologisch verantwortungsvolle Weise.
Probleme mit lästigen Fliegen? Bekämpfen Sie Trauermücken natürlich mit Nematoden!
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