Das Wetter wird kälter, die Blätter fallen von den Bäumen und der erste Nachtfrost steht bevor. Vielleicht lädt das nicht gerade zum Rausgehen ein – aber der November ist der perfekte Monat, um den Garten winterfest zu machen! In diesem Gartenkalender für den November findest du 7 praktische Gartenaufgaben, mit denen du diesen Monat aktiv und sinnvoll im Garten gestalten kannst. So wird der November zu einem produktiven und stimmungsvollen Gartenmonat.
1. Rückschnitt im November
Jetzt, wo die meisten Blätter gefallen sind, ist ein guter Zeitpunkt, um Sträucher und Bäume zu schneiden. Entferne abgestorbene oder kranke Äste und bring Obstbäume in Form. Ein Rückschnitt im Herbst hilft den Pflanzen, Energie zu sparen. Zudem wird die Luftzirkulation verbessert und Schimmelbildung vorgebeugt.
Achtung: Schneide nicht während oder kurz vor Frost – frische Schnittstellen sind dann besonders anfällig für Schäden.
Im November kannst du unter anderem Spalierbäume, Apfelbäume, Kopfweiden, Weinreben und bestimmte Sträucher schneiden. Achte jedoch darauf, frostempfindliche Pflanzen nur vorsichtig zu schneiden, und warte bei Arten wie Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), Oleander und Ziergräsern besser bis zum Frühjahr.
Möchtest du Schritt für Schritt lernen, wie man jede Pflanzenart richtig schneidet und typische Fehler vermeidet? Dann lies unseren kompletten Herbstschnitt-Ratgeber!
2. Tulpenzwiebeln im November pflanzen
Der Herbst ist auch der perfekte Zeitpunkt, um schon jetzt an einen farbenfrohen Garten im Frühjahr zu denken. November eignet sich ideal zum Pflanzen von Tulpenzwiebeln. Wähle dafür einen sonnigen, geschützten Standort mit gut durchlässigem Boden. Grabe ein Pflanzloch, das etwa dreimal so tief ist wie die Zwiebel selbst, setze die Zwiebel mit der Spitze nach oben ein und gieße leicht an.
Pflanze die Zwiebeln dicht nebeneinander, um ein besonders farbenfrohes Ergebnis zu erzielen. Nach der Blüte lässt du die Blätter vollständig verwelken, bevor du sie abschneidest. Für eine besonders langanhaltende Blüte wählst du am besten botanische Tulpen oder frühblühende Sorten und kombinierst sie mit Stauden oder Ziergräsern. Lies hier alles über das Pflanzen von Tulpenzwiebeln.

3. Vögel füttern
Jetzt, wo der Garten kahler wird, fällt es Vögeln zunehmend schwer, ausreichend Nahrung zu finden. Im November kannst du ihnen helfen, gut durch den Winter zu kommen – mit Fettknödeln, Erdnüssen, Saatmischungen und Obst. Besonders kleine Vogelarten verlieren nachts viel Energie – jede zusätzliche Futterquelle ist daher willkommen.
Bei leichtem Frost solltest du auch frisches Trinkwasser bereitstellen – zum Trinken und Baden. Achte darauf, kein Salz oder Zucker ins Wasser zu geben und bei starkem Frost kein warmes Wasser zu verwenden.
Zusätzliche Tipps:
- Eine Mischung aus verschiedenen Futtersorten (Fettknödel, Erdnüsse, Samen) hält die Vögel gesund und aktiv.
- Platziere Futterstellen an geschützten Orten in der Nähe von Sträuchern, in denen sich Vögel verstecken können.
- Beerenreiche Sträucher im Garten ziehen Vögel an und liefern ihnen wertvolle Energie für den Winter.
4. Laub entfernen oder liegen lassen?
Im November fallen die Blätter in großen Mengen von den Bäumen. Es ist verlockend, alles sofort wegzuräumen – doch das ist nicht immer notwendig. Laub bietet einen natürlichen Schutz für den Boden, unterstützt das Bodenleben und dient Igeln und Insekten als Unterschlupf.
Zusätzliche Tipps:
- Lass einen Teil des Laubs in Beeten und unter Sträuchern liegen – dort schützt es den Boden und die Pflanzen.
- Auf dem Rasen solltest du das Laub entfernen, da es das Gras ersticken und gelbe Flecken verursachen kann.
- Nutze das gefallene Laub als Mulchschicht – so bleibt der Boden feucht und die Pflanzen sind besser vor Frost geschützt.
So profitierst du von den Vorteilen einer Laubdecke, ohne dass dein Garten ungepflegt wirkt. Lies hier mehr darüber, was du im Herbst mit Laub tun kannst.
5. Letzter Rasenschnitt Ende November
Der Rasen braucht im Herbst eine andere Pflege als im Sommer. Während das Gras im Frühjahr kräftig wächst, geht es im November darum, den Rasen winterfest zu machen. Entferne Laub und Zweige mit einem Rechen oder Laubbläser, leichtes Vertikutieren kann die Belüftung verbessern und eine milde Herbstdüngung ist noch möglich.
Wann hört man mit dem Mähen auf?
Solange das Gras noch wächst, sollte es weiterhin gemäht werden. Die Bodentemperatur sollte zwischen 5 und 8 Grad Celsius liegen – in der Regel ist das bis Ende November der Fall. Dann ist der richtige Zeitpunkt für den letzten Schnitt.
Wie mäht man im November richtig?
- Mähe nicht zu kurz – stelle die Schnitthöhe auf etwa 6 cm, statt wie im Sommer auf 3–4 cm.
- So ist das Gras besser gegen Kälte geschützt und Unkraut hat weniger Chancen, sich auszubreiten.
- Auch in den letzten Wochen des Jahres kann der Rasen noch leicht wachsen – ein letzter Pflegeschnitt ist also wichtig.
Der letzte Schnitt sorgt dafür, dass Unkraut im Winter keine Lücken nutzen kann, und leicht längeres Gras ist besser gegen Frost gewappnet – das zahlt sich im Frühjahr aus!
6. Weihnachtsbeleuchtung im Garten anbringen
Ende November ist der perfekte Zeitpunkt, um den Garten in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Ob Eiszapfenlichter entlang der Dachkante, fröhliche Weihnachtsfiguren zwischen den Beeten oder stimmungsvolle Lichterketten um Bäume und Sträucher – mit etwas Licht wird dein Garten in der dunklen Jahreszeit besonders einladend. Achte dabei auf energieeffiziente Beleuchtung und überprüfe vorher, ob alle Lämpchen noch funktionieren. So kannst du die festliche Atmosphäre im Garten unbeschwert genießen!
Tipps:
- Kombiniere verschiedene Lichtarten, um eine gemütliche, vielschichtige Atmosphäre zu schaffen.
- Nur an trockenen Tagen aufhängen – das sorgt für mehr Sicherheit.
- Verstecke Kabel möglichst zwischen Pflanzen oder entlang von Wegen.
7. Kleine Gartenarbeiten im November
Neben dem Schneiden, Rasenmähen und dem Pflanzen von Tulpenzwiebeln gibt es noch einige kleinere Aufgaben, mit denen du deinen Garten winterfest machen kannst:
- Frostempfindliche Pflanzen prüfen und ggf. ins Haus holen oder mit Vlies abdecken.
- Jetzt noch schnell Frühjahrsblüher pflanzen – für extra Farbe im nächsten Jahr.
- Laub vom Rasen harken, damit das Gras nicht erstickt.
- Außenwasserhahn abdrehen und die Teichpumpe entleeren, um Frostschäden zu vermeiden.
- Kalk auf Beete streuen – dieser wird im Winter vom Boden aufgenommen und verbessert die Bodenstruktur.
Diese kleinen Aufgaben kosten nicht viel Zeit, machen aber einen großen Unterschied für einen gesunden, kräftigen Garten im Frühjahr.
Was kann man im Herbst noch tun?
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